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Sueddeutsche Tv

Süddeutsche TV GmbH erhält Bayerischen Fernsehpreis

Bei der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises am 17. Mai 2013 in München wurde eine Produktion der Süddeutsche TV GmbH mit dem Blauen Panther ausgezeichnet.

Den Preis erhielt Frank Rudnick für seine Reportage
„Unschuldig im Gefängnis - Justizopfer und ihr Kampf gegen Fehlurteile".

Süddeutsche TV GmbH Geschäftsführerin Petra Glinski: „Ich freue mich sehr für und mit Frank Rudnick. Der bayerische Fernsehpreis ist ein großartiger Lohn für eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit: Frank Rudnick hat als Autor in der Vergangenheit bereits mehrere Themen für Süddeutsche TV umgesetzt. "Unschuldig im Gefängnis" war eine ganz besondere Herausforderung. Wir wollten Menschen portraitieren, die jeglichen Glauben an Recht und Gerechtigkeit verloren haben. Und waren dankbar, dass die Protagonisten die Kraft fanden, uns ihre Geschichte zu erzählen, obwohl damit ihr ganz persönlicher Alptraum wieder sehr präsent war und oftmals alte Wunden erneut aufgerissen wurden. Frank Rudnick hat sich bei seiner Arbeit nicht von einer - berechtigten - Empörung leiten lassen, sondern akribisch recherchiert, Informationen gesammelt und alle Seiten gehört. Es gelang ihm, ein dramaturgisches Gerüst zu bauen, das die Geschichten stützte, Emotionen zuließ, ohne dabei in billige Effekthascherei abzurutschen.

Die Samstags-Dokumentation „Unschuldig im Gefängnis - Justizopfer im Kampf gegen Fehlurteile" wurde am 1. Dezember 2012 um 22:00 Uhr bei VOX ausgestrahlt. Süddeutsche TV berichtete in der zweistündigen Sendung über Menschen, die Opfer von Justizirrtümern wurden. Unter anderem beleuchtete die Dokumentation den Fall von Familienvater Ralf Witte aus Hannover, dem 2001 vorgeworfen wurde, sich an einem damals 15-jährigen Mädchen vergangenen zu haben. Zur Tatzeit war der Straßenbahnfahrer auf einem Familienfest und hatte mit über 30 Zeugen eigentlich ein wasserdichtes Alibi. Trotzdem wurde er zu zwölf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Erst nach fünf Jahren in Haft, gelang es seinem Rechtsanwalt bei einem Wiederaufnahmeverfahren die Freiheit von Ralf Witte zu erkämpfen. Dabei kam unter anderem heraus, dass das angebliche Opfer ein ärztliches Attest gefälscht hatte. Außerdem berichtete die Samstags-Dokumentation über Monika de Montgazon. Sie saß 889 Tage unschuldig im Frauengefängnis, weil sie ihren schwer krebskranken Vater umgebracht haben soll, indem sie in seinem Haus Feuer legte. Erst nach zwei Jahren wurde klar: Die Brandgutachten waren fehlerhaft, die Arzthelferin ist unschuldig.

Der Bayerische Fernsehpreis wird seit 1989 von der bayerischen Landesregierung vergeben, um herausragende Leistungen des deutschen Fernsehens zu würdigen.

Wir gratulieren Frank Rudnick ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.