Friedrichstadt-Palast: Die größte Bühne der Welt.

Countdown zu einer Revue

04.12.2012

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Nur Vier Monate hat das Team des Friedrichstadt-Palastes Zeit das teuerste und aufwendigste Program in seiner Geschichte auf die Beine zu stellen. Alle arbeiten daran „das Unmögliche möglich zu machen". „Show me" ist der Titel, die Umsetzung wird 9 Millionen Euro kosten.

Bei einem Nicht-Erfolg stehen 300 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Eine Belastung für Intendant Berndt Schmidt, der vor der großen Premiere nur noch schlecht schläft:

„Wir haben eine Produktion alle zwei Jahre und die ernährt uns. Davon hängt das Haus ab. Für uns ist ein Rückschlag relativ existenziell."

Der Countdown auf dem Weg zur großen Premiere beginnt im Frühsommer 2012.

300 Tänzer und 200 Sänger haben sich für ein Engagement an Berlins Broadway beworben. Sie reisen sogar aus Australien und den USA an, um hier eine Chance zu bekommen. Die Berliner Bühne kann sich durchaus international messen. „So eine Show kennt man sonst nur in Las Vegas"

Ballett-Direktorin Alexandra Georgieva gibt nur den Besten eine Chance. Sie sucht „Große Persönlichkeiten mit schönen langen Beinen, einem hübschen Gesicht - und das Herz muss pulsieren für Tanzen".

Die 20-Jährige Italienerin Anita Tortorella gehört zu den Auserwählten. Mit 13 kam sie aus Mailand nach Hamburg, um dort ein Ballettinternat zu besuchen. Nun steht sie vor einer Tanzkarriere am Friedrichstadt-Palast und hofft „dass ein Traum wahr wird".

500 Kostüme werden für die neue Show genäht. Der Haute-Coutre Modeschöpfer Christian Lacroix kreiert aufwändige Stücke  für das Opening und das Finale. Kreativdirektor und Regisseur der Show, Roland Welke, schätzt sich glücklich: „Haute Couture, die sonst auf dem Laufsteg der Modewelt zu finden ist, schmückt in wenigen Wochen die neue Show."

Für 2,7 Millionen Euro wird die größte Bühne der Welt komplett umgebaut.

Vier Monate probt das Ensemble und geht dabei an die Grenzen seiner Belastbarkeit. 60 Tänzer und 20 Musiker stehen 6 Tage die Woche jeden Abend auf der Bühne. Von dem Ensemble wird viel erwartet. Choreographien in 12 Meter Höhe und unter einem 20 Meter tiefen Wasserfall, der von der Bühnendecke sprudelt, gehören zum Repertoire.

Ballettdirektorin Alexandra Georgieva kennt den Schlüssel zum Erfolg ihrer Crew: „Wir sind wie eine große Familie. Der Grund ist, dass wir wirklich von früh bis abends hier arbeiten. Alle sitzen in einem Boot, alle wollen eine Sache und diese Sache ist für uns natürlich sehr heilig."

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